Statement zur Diversität auf und neben dem Platz von Sonny Weishaupt

      Statement zur Diversität auf und neben dem Platz von Sonny Weishaupt

      Aus Ermangelung eines passenden Threads heraus, erstelle ich mal einen neuen...

      Ich habe heute beim "rumgucken" folgendes Statement unseres QB`s Sonny Weishaupt gefunden, dass er, wenn ich es richtig verstanden habe, auf seiner Instagram Seite gepostet hat:

      pleasantry Aus aktuellem Anlass:

      Wenn ein Deutscher einen langen Touchdown-Pass auf einen Palästinenser wirft und dabei von Serben, Briten mit nigerianischen Wurzeln, Franzosen, Amerikanern und Deutschen beschützt wird, während sich ein Schwede, ein Finne und ein Waliser auch freilaufen und die eigene Verteidigung aus Menschen unterschiedlichster Herkünfte, Ethnien, Kulturkreisen und Konfessionen besteht, handelt es sich um American Football gespielt in Deutschland.
      Daran kann sich ein Großteil unserer Gesellschaft ein Vorbild nehmen, denn unsere Vielfalt macht uns stark und macht uns aus! Wir gewinnen und verlieren die Spiele zusammen, als Team, nicht als Einzelpersonen ... es funktioniert NUR gemeinsam!

      Lasst uns ein Beispiel daran nehmen, was uns u.a. dieser Sport seit jeher wunderbar vormacht: Inklusion, Integration, Respekt, Toleranz, Verständnis, Zuspruch und den unbändigen Willen daran zusammen erfolgreich zu sein.

      Ja, die gesellschafts-politische Situation ist weitaus komplexer als dieses vermeintlich simple Beispiel, aber es geht um den Willen miteinander bestehen zu können und dazu sind die aufgezählten Aspekte Grundvoraussetzung; im Leben, als auch im Sport.

      Deutschland ist aufgrund seiner Vielfalt überhaupt erst zu dem geworden, was es ist und das ist gut so! pleasantry


      Gut gebrüllt, Löwe :00002047: beer
      Dieses Statement hat Sonny vor einigen Tagen auch auf Facebook gepostet - und wurde von mir selbstverständlich auch geteilt! Ich hoffe sehr, dass alle Fans von Universe sich diesem Statement anschließen. Wäre ja mal ne Überlegung, sich auch während eines Spiels diesbezüglich zu äußern. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass es in Frankfurt ein entsprechendes Banner gibt, das von diversen Vereinen benutzt wird
      Letzte Saison soll es ja einige Ar..löcher im Stadion gegegeben haben, die sich rassistisch geäußert haben => bei solchen "Fans" hilft eigentlich nuir ein High Five mitten in die Fresse.

      thorroth schrieb:

      Ich finde, dass Politik jeder Art nichts im Stadion zu suchen hat. Es gibt nunmal nicht nur Schwarz und Weiß.


      Das Problem ist nur, dass der, der außerhalb des Stadions ein Rassist ist, dieses Verhalten im Stadion nicht ablegen wird.

      Zum Glück ist das bei uns im Gegensatz zum Fußball (noch) eine Randerscheinung. Das mag auch daran liegen, dass ein Team mit zum Teil schwarzen* Footballern in Deutschland eher die Regel als die Ausnahme ist und im Mutterland dieses Sports die Teams sogar dominieren.

      *ich verwende bewusst den Begriff "schwarz" als Abgrenzung zu weiß und nicht den Begriff "farbig", was für mich so viel wie bunt bedeutet.
      ...ich machs kurz: politik gehört genauso wenig ins stadion wie rassismus.
      mir ist genauso die hautfarbe desjenigen wurscht, der einen super pass wirft. wie die hautfarbe dessen, der ihn zum td fängt.

      aber was mich wirklich ankotzt ist die instrumentalisierung der hautfarbe/nationalität von bestimmten gruppen oder der politik. denen geht es nicht um die leute, nur um ihre eigenen interessen...
      Euch ist aber bewusst, dass jeder Gast auf der Haupttribüne incl. TV Bild quasi ständig auf den "Hate Racism"-Spruch guckt, der an der Schallschutzwand zur Autobahn aufgesprüht ist? Wenn man eine Diskussion um Rassismus als Politik bezeichnen möchte*, ist unser Stadion sehr politisch...

      Politiker und NGO`s haben ihre Bühne und Sportler die Ihre. Jeder nutz seine Bühne und Reichweite wie es ihm am Herzen liegt und jedem ist es freigestellt seine Meinung zu Äußern (solange sie nicht gegen geltendes Recht verstößt), genauso wie es jedem freigestellt ist hin- oder wegzuhören. Wenn eines dieser Rechte eingeschränkt wird, gibt es für mich keine Grundlage mehr es als freies Land zu bezeichnen...

      *Ich sehe das eher als Frage den Menschseins und der Gesundheit, denn als Politik.
      Politik gehört immer zu allem.

      Gleich der erste Satz auf Wikipedia (ich bin jetzt zu faul um etwas wissenschaftlicheres rauszusuchen): erklärt es sehr anschaulich:

      "Politik bezeichnet die Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen
      Sehr allgemein kann jegliche Einflussnahme, Gestaltung und Durchsetzung
      von Forderungen und Zielen in privaten oder öffentlichen Bereichen als
      Politik bezeichnet werden."

      Da der Sport von Bürgern betrieben wird, welcher auch von Bürgern angeschaut wird, ist eine klare Trennung von Sport und Politik nicht sinnvoll.

      Es wird immer irgendwelche Kräfte geben, die den Sport für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen.

      Und bevor dies rechte Spackos tun, sollten wir es tun, und uns unser Spielfeld nicht wegnehmen lassen.

      Klare Kante zeigen!

      In diesem Sinne:

      Gut gemacht Sonny! HIGHFIVE!