Die aoMV am 10.11.2018, die Wahlen und Politik

    coolcat-t schrieb:

    er hatte den Vertrag zwischen Mämpel (GmbH) und den Verein kritisiert und Mängel benannt, da war der Vertrag aber bereits geschlossen

    Das war der Grund warum er die Mitarbeit abgelehnt hat


    Sicher? War Herr Engel nicht bis 2014 im Vorstand und ist aus diesem ausgeschieden, weil er einer von den damals wenigen war, die einer "Kooperation" mit MM kritisch gegenüber standen? Würde mich wundern, wenn an einem Vorstandsmitglied vorbei so ein Vertrag geschlossen wird.

    Vielleicht wurde er ja auch ganz einfach überstimmt und hat daraus die persönlichen Konsequenzen gezogen.
    ...es könnte uns eigentlich kaum was besseres passieren, als dass sich ein mann mit so viel erfahrung in dieser tätigkeit und mit so viel wichtigen kontakten der sache annimmt. die frage ist nur, ob man sich den leisten kann und welche weiteren interessengruppen dahinter oder dagegen stehen. bitte unabhängig von seinen unzweifelhaft großen fähigkeiten auf keinen fall noch mal einen mehr oder weniger allmächtigen, der außerhalb jeder kontrolle läuft. eingebunden in ein sich ergänzendes funktionierendes ganzes aus kompetenzen und kontrolle könnte er ein teil der lösung sein...

    pittiplatsch schrieb:

    und natürlich die Gretchenfrage: in welcher Rolle sieht sich Tilman selber bei dem ganzen Thema?

    Ist das eine rhetorische Frage? Ich denke es ganz klar ersichtlich in welcher Rolle er sich sieht.



    Ich habe ganz bewusst gewartet bevor ich eine Antwort schreibe. Ich habe es mir gestern früh durchgelesen, dann gestern viele Gespräche geführt und es mir heute final nochmal durchgelesen. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass man das so nicht stehen lassen kann.

    Drei Abschnitte sind mir besonders negativ aufgestoßen:
    1. Eine professionelle Führung spricht per se gegen ein "Von Fans für Fans". Die Fans nicht mit dem unternehmersichen Risiko zu belasten, war der Grundgedanke bei Einführugn einer GmbH. "Von Fans für Fans" führt in der Reinform des Gedankens wieder zurück in den Verein und zu einer Abschaffung des GmbH Systems, incl. der Rückkehr der Riskien für den Stammverein. Dieses Konstrukt in einem Atemzug mit der Forderung nach einer professionelleren Aufstellung (und eines professionelleren und teureren GF) zu verknüpfen zeugt entweder von Unverständnis (was ich nicht unterstellen will) oder davon, dass hier Politik gemacht wird.

    2."Dieses Verhalten nach innen entspricht einer weitgehenden Ignoranz gegenüber den legitimen Interessen von Fans, Sponsoren und der Öffentlichkeit. Kommuniziert wurde von der Veranstaltungsseite ohnehin immer nur in sehr begrenzter Form lediglich während der laufenden Saison und dann nur mittels Frontalbeschallung, sei dies nun online oder durch sehr seltene Presse-Erklärungen."
    Interssant, dass in Verbindung mit dieser Feststellung für die Präsentation der Stellungnahme ein Onlinemanifest mit rundumschlgcharakter gewählt wurde. Welches noch dazu, ebenso wie sein Vorgänger, zeitlich exakt dann publik wird, wenn eine neue Negativmeldung die Runde macht. Das ist etwas was ich ebenfalls eine "sehr begrenzte Form" nennen würde. Etwas verwundert lässt mich damit verbunden auch zurück, dass hier offenbar in dem Glauben hantiert wird, dass diese Form der Kommunikation den "legitmen Interessen" der Fans eher entspricht... Es ist also nicht entscheidend wie das Essen am Ende schmeckt, sondern wer es gekocht hat.

    3. An den sieben aufgeführten Punkten ist sicherlich nichts auszusetzen und es wäre auch wichtig sie umzusetzen. Und ich denke Tilman Engel wäre nominal eine gut geeignete Person das auch alles wahr zu machen. Doch möchte ich auf der anderen Seite auch darauf hinweisen, dass Formulierungen, die in Richtung einer "Unausweichlichkeit" deuten oder den Gechmack eines "nur wenn x, dann auch y" haben, Argumente sind, auf die wir in der Offseason 2014/2015 schonmal gehört haben. Niemand hat ein Allheilmittel und die Lösung zu unserem Problem ist definitiv nicht an eine spezifische Person geknüpft.


    Nach dem Durchlesen wird hier für mich ganz klar ersichtlich, dass jemand Politk macht und sich dabei auch populistischer Mittel bedient. Zwei Besispiele:
    1. "Wo früher über 100 Freiwillige bereitstanden, tendiert diese Zahl je Spieltag nunmehr unterhalb der 30."
    Zum einen muss man sagen, dass durch die Möglichkeiten, die die PSD Bank Arena bietet, heute auch einfach weniger Helfer nötig sind - als nur ein Punkt entfällt bspw. die komplette leibliche Versorgung der Zuschauer - und zum anderen muss erwähnt werden, dass viele Helfer auch einfach nicht organisiert sind. Nehmt bspw. mich. Ich stehe auf keiner Liste oder werde sonstwo offiziell als Helfer geführt und bin trotzdem immer über 5h vor Kickoff da. Dann noch die Leute die mir zuverlässig immer beim Aufbau helfen, bspw. Gausi und seine Familie. Dazu kommt dann noch, dass Walter bei jedem Spiel bei uns vorbei kommt und sich lose Helfer für das Ausbringen der Bodenplanen unter den Teamzonen abholt. Alleine so kommen schonmal rund 10 Leute dazu, die in keiner Statistik auftauchen. Den Rückgang an Helfern einzig und allein an der GmbH, dem GF oder dem Führungsstil festzumachen oder es zumindest so klingen zu lassen ist schlicht und ergreifend quatsch. Ein Groteil der Leute die früher sehr aktive Helfer waren haben sich wegen persönlicher Verwürfnisse im Verein oder dem Streben nach "Höherem" verabschiedet, schon bevor es eine GmbH gab.

    2. Die Forderung nach einem radikalen Neu-Anfang, ist irgendwie sehr konträr zur Forderung aus dem letzten Rundschreiben, dass es nur mit erfahrenem und sich in der Materie befindlichen Personal weiter gehen kann. Jemand der dafür stehen will, die Fans wieder mehr mit ins Boot zu holen gibt sich an dem Punkt alle Mühe verwirrend zu sein, bzw. nimmt im Rahmen der Verfolgung seiner eingenen Interessen das mittlerweile sehr tief liegende Misstrauen gegenüber allen Handelnden nicht ernst. Oder - und das wär noch viel schlimmer - bemerkt es nicht.


    Es tut mir leid, wenn ich jetzt auch Politik gemacht habe aber ich fühlte mich genötigt mal darzulegen, dass es auch eine andere Lesart des Ganzen geben kann.

    EDIT: Ich sehe, Karl teilt (zumindest teilweise) meine Position und ich bilde mir schonmal nichts ein.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Big_Al“ ()

    Auch ich bin zwiegespalten. Einerseits finde ich, dass ein Tillmann Engel mit seiner Erfahrung und seinen Kontakten durchaus der richtige Mann sein kann. Andererseits missfällt mir die Politik, besser die Art, wie er diese offensichtlich betreibt. Das scheint mir unehrlich, jetzt den Fangedanken in den Vordergrund zu stellen, wo man doch sehr deutlich herauslesen kann, dass die persönlichen Interessen nicht minder wichtig sind. Da sollte er auch dazu stehen.

    Als ich ihn bei einem Spiel nach seinem ersten Post im Stadion gesehen habe - Gausi, du hast da auch mit ihm gesprochen - ist mir aufgefallen, dass er immer sehr bewusst und eigentlich sinnlos durch die Reihen gegangen ist, sich unten an der Bande angelehnt hat und sehr darauf bedacht war, gesehen zu werden. Das hat mich irgendwie irritiert, dass man das so offensichtlich machen muss. Das Spiel hat ihn da nicht wirklich interessiert.

    Versteht mich nicht falsch, wenn einer das richtig macht - und Herrn Engel traue ich zu, dass er die Universe richtig führen kann - kann er gerne so rüberkommen, aber wir hatten schon zu viele Leute, die sich nur sonnen wollten, aber dabei ihre eigenen Befindlichkeiten über das große Ganze gestellt haben. Deshalb kommt bei mir bei solchen inhaltlich richtigen Posts und dem Verhalten im Stadion so eine Hab-Acht-Stellung auf. Was wir nicht brauchen können, ist noch einer, der in erster Linie an sich denkt und nur an die vermeintlichen Fleischtöpfe kommen will.
    Soeben gesehen und es gibt auch schon Kommentare dazu:
    facebook.com/backtothefans/pos…cvEM5SGtvXBj5X&__tn__=K-R

    "*** Die Situation ***

    Wie allseits bekannt wurde im April 2018 von Seiten der Frankfurt Universe Betriebs GmbH die Insolvenz angemeldet.

    Die daraus gezogenen Konsequenzen sind quasi nicht existent. Jedes
    andere Wirtschaftsunternehmen hätte in dieser Situation mindestens
    personelle Veränderungen vorgenommen. In der Regel aber vor allem auch
    organisatorische Veränderungen.

    Denn bereits Einstein sagte: Die
    Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere
    Ergebnisse zu erwarten.

    Dirk Arnold sagte in einem Interview
    mit der Presse: „Jetzt schon wieder eine neue GmbH zu gründen, sähe ein
    bisschen blöd aus“. Doch wie blöd sieht es aus, wenn man munter weiter
    die gleichen Leute misswirtschaften lässt? Der einzige Unterschied in
    den Handlungen der Beteiligten ist, dass jetzt der Insolvenzverwalter
    den ein oder anderen Blödsinn noch verhindern kann.

    Wie sieht es
    jedoch aus, wenn der Schuldenschnitt wirklich kommt und er nicht mehr
    mit darauf achtet? Und erst recht die Frage: Wie sieht es aus, wenn er
    nicht kommt? Welche Außenwirkung hat ein „weiter so“ auf Fans, Sponsoren
    und vor allem auch auf die Firmen, die auf ihren Forderungen sitzen
    bleiben? Auch mit dem Erlass der Schulden bleibt dieser GmbH und den
    beteiligten Personen der Insolvenz-Stempel aufgedrückt. Die
    Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit ist nicht mehr vorhanden.

    Der Verein wurde 2007 von Fans gegründet. Leider ist es aktuell so,
    dass die Kluft zwischen Vorstand und FUB auf der einen und den Fans auf
    der anderen Seite kaum noch größer werden kann. Eine Kommunikation sucht
    man vergebens. Wenn man Informationen, außerhalb der Presse, zu Verein,
    Team, FUB bekommt, muss man sich fragen, welcher Hintergedanke dabei
    ist. Warum wurde es gesagt und entspricht das Gesagte überhaupt der
    Wahrheit.

    *** Das Ziel ***

    Damit für die Zukunft die
    Löcher im Fundament wieder gestopft werden können, muss es jetzt
    unbedingt einen rigorosen Neuanfang geben.

    Nur eine komplett
    neue GmbH kann den Imageschaden und kommende Verpflichtungen aus
    Altlasten abwenden (als Beispiel seien hier die zukünftigen
    Provisionsforderungen von Hr. Mämpel zu erwähnen).

    Diese neue
    GmbH muss überwacht werden und dies nicht nur stichprobenartig. Ein
    Beirat aus Vertretern des Vereins und Persönlichkeiten aus Wirtschaft,
    Recht und Politik wäre hier wünschenswert. Durch die Mischung der
    Interessensgebiete wird Mauschelei verhindert. Gerade die Einhaltung des
    Geschäftsplanes ist hierbei wichtig, um frühzeitig auf Probleme
    reagieren zu können.

    Es muss ein neuer Geschäftsführer
    angestellt werden, dessen Reputation in der Öffentlichkeit etwas
    darstellt und der die nötigen Kontakte besitzt. Dieser muss auch die
    Brücke schlagen können zwischen den Fans, den Helfern beim Spiel und den
    Partnern in Wirtschaft und Politik. Hierbei muss er von wenigen, aber
    professionellen Mitarbeitern unterstützt werden.
    -> Wichtig ist
    hierbei, dass die Mitarbeiter den Geschäftsführer unterstützen und die
    unternehmerische Kontrolle über den Beirat erfolgt. Eine kollektive
    Führung durch viele, die sich in endlosen Abstimmungsprozessen
    verheddert, ist jedoch keine Lösung, sondern setzt das Chaos nur weiter
    fort.

    Das Hauptziel ist natürlich die Existenz der Universe in der GFL für die nächsten Jahre zu sichern.
    Auch wenn wir uns hinter dem #backtothefans
    versammeln, bedeutet dies für uns nicht, dass die Geschäftsführung
    durch diese erfolgen soll. Die Forderung bezieht sich darauf, dass man
    sich darauf zurückbesinnen muss, dass es kein Team ohne die Fans gäbe.
    Somit haben die Fans auch eine entsprechende Beachtung verdient. Sei es
    durch die entsprechende Kommunikation nach außen, das Einbinden der
    verfügbaren Fähigkeiten aber auch die entsprechende Wertschätzung der
    Helfer.

    *** Der Weg ***

    Wichtig ist, eine Schlacht nach
    der anderen zu schlagen. Die dringendsten Punkte sind aktuell die neue
    GmbH mit neuer Geschäftsführung. Dies wird für die Lizensierung für die
    Saison 2019 essentiell und hat somit höchste Priorität.


    Anschließend muss daran gearbeitet werden, die Fehler der Vergangenheit
    auszubügeln. Das heißt, daran zu arbeiten, die Fans zurückzugewinnen,
    das Image wiederaufzubauen und die Universe vernünftig aufzustellen.

    Wem wir das Ganze zutrauen? Tilman Engel – General Manager der
    Frankfurt Galaxy (NFLE) – weitreichende Kontakte in Wirtschaft und
    Politik – mit lila Herz.
    Er war die letzten Jahre beruflich
    eingespannt, stand dem Verein aber stets beratend zur Seite (ob auf ihn
    gehört wurde steht auf einem anderen Blatt).
    Können wir ihn uns
    leisten? Alleine der Verlust bei den Ticketeinnahmen im Vergleich zum
    Vorjahr, der durch die Misswirtschaft der letzten 3 Jahre entstanden
    ist, kostet dieses Jahr mehr, als das Gehalt für ein kleines, aber eben
    professionelles Management-Team. Dieses kompetente Team kann es auch
    wieder erreichen, dass sich die Besucherzahlen soweit regenerieren, dass
    neben den Ticketeinnahmen auch die Sponsorengelder entsprechend
    steigen.
    Eine professionelle Geschäftsführung deckt sich also
    selbst. Zu einer unprofessionellen gibt es auch wieder ein nettes
    Sprichwort: „Wer billig kauft, kauft zweimal“. Neben den Gehältern kamen
    hier in den letzten Jahren die Schulden als auch die verpassten
    Einkünfte hinzu. Die möglichst billigen Varianten kamen uns am Ende
    teurer zu stehen als die möglichen guten."
    Da wird jemand in Stellung gebracht.... Tillmann Engel hätte den Vorteil, dass er über den notwendigen Sachverstand und über gute Kontakte verfügt. Zudem ist er vertrauenswürdig, was für Sponsoren und Fans wichtig ist.
    Er wäre sicherlich keine schlechte Wahl. Einen kompetenten GF zu finden, wird in der kurzen Zeit nicht einfach. Wenn er Interesse hat und der Preis angemessen ist, warum nicht?
    Die GmbH muss rechtzeitig ein Konzept vorlegen für die neue Lizenz. Da bleibt nicht mehr viel Zeit.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass Tillmann Engel bereits eins hat.
    Laut AFVD ist das der 15.10.2018 - also nicht mal mehr ein Monat.
    afvd.de/text.php?Inhalt=newsmeldung&ID=9963&HP=AFVD
    afvd.de/download/2019-03_Einzureichende-Unterlagen.pdf
    Wer das in der aktuellen Situation entspannt sieht, muss es den Fans und Mitgliedern erklären. Zitat aus dem Dokument auf Seite 4: keine Unterlagen, keine Lizenzgebühr = keine Lizenz.
    So sehr ich Tilman Engel als Mensch und Profi, der sein Handwerk versteht, schätze und seine Integrität zweifelsfrei lassen will...

    ...so sehr wird wohl von irgendeiner Stelle unterschätzt, dass die Mehrzahl der Leute "draussen" wissen, dass nicht nur die Geschäftsführung der FUB, sondern noch VIEL MEHR die Vereinsführung als 100%iges Kontrollorgan VERSAGT hat... ...sehenden Auges... ...zum ZWEITEN Mal hintereinander in zwei aufeinander folgenden Jahren...

    Offensichtlich ist der Gesamtvorstand mit der Kontrolle einer GmbH völligst überfordert, egal, wer da Geschäftsführer ist...

    ...denn DAS fehlt mir in obiger, in der Sache völlig zutreffenden Aufzählung...
    Zwei Jahre? Es wird Zeit, mal gemeinsam die auch davor liegenden Jahre aufzuarbeiten! In der Off-Saison 2014 war man doch auch schon „durch“. Mämpel dann die große Hoffnung, die es dem Vorstand ermöglichte, anstatt den Mitgliedern das finanzielle Scheitern eingestehen zu müssen, sich als d i e Weichensteller einer glänzenden Zukunft zu präsentieren..
    In der Tat war der Verein 2014 finanziell am Ende. Da kam der Messias und Selbstdarsteller Mämpel gerade recht. Fast alle sind ihm nahezu blind hinterher gelaufen, mich eingeschlossen.

    Aber die Erinnerung ist ja noch relativ frisch und wir sind ja alle lernfähig.