Gelten die Dauerkarten denn nun ?

    Wenn der Herr Rittmeister als IV gründlich arbeitet, weiß er, dass die Sitz- und Stehplätze nie ausverkauft sind. Nach der Geschichte werden auch keine neuen DK-Wünsche kommen, der (spontane) Tagesbesuch wird auch nicht die Zahlen aus 2016/2017 erreichen, weswegen es für das Insolvenzverfahren kein Problem sein sollte, die bis zum 12.4.2018 verkauften Plätze nicht erneut in den Verkauf zu geben.
    Alle Karteninhaber haben nun Forderungen, die im Insolvenzverfahren ganz hinten stehen. Für mich als juristischer Laie ist allerdings nicht klar, wieso im Insolvenzverfahren wir Karten-Gläuber nicht aus dem Insolvenzverfahren herausgelöst und durch Ersatzleistungen - hier: kostenfreier Eintritt zu dem Heimspielen - befriedigt werden. Damit wäre doch beiden Seiten geholfen. Die Karten-Gläubiger bekommen was sie wollen und die Forderung gegenüber FUB wird um diesen Teil vermindert.
    Vielleicht werden alle Karten-Gläubiger vor die Wahl gestellt: Forderung gegen FUB auf Erstattung oder Befriedigung der Forderung durch Ersatzleistung (Eintritt zu den Heimspielen).
    Und da wir bei Universe sind zitiere ich mal aus "Battlestar Galactica" (Neuauflage): "Das hoffen wir alle."
    Bei einer Forderung gegen FUB wirst Du niemals mehr den vollem Einkaufspreis rausbekommen, nicht mal annähernd.
    Wie schon gesagt, da sind andere vorher dran, weil die viel höhere Forderungen haben.
    So ein "Kleckerkram" fällt dann eben hinten runter.
    (Und mir ist bewusst, daß das für manchen durchaus nicht wenig Geld ist, aber im Vergleich zu den Großgläubigern ist die Summe dann hald doch eher gering.)

    Galaniverse schrieb:

    Besser ein Sponsor bezahlt und Karten bleiben gültig ( das glaube ich ist aber die unwahrscheinlichste aller Möglichkeiten).



    Das ist die einzige Möglichkeit!
    Die Karten sind futsch, müssen neu bezahlt werden.
    Da niemand will, daß die Fans zweimal für eine Karte bezahlen müssen geht das nur mit externem Geld.
    Es gibt keine andere Option.
    Deswegen - keine Begleichung der Forderung der Karten-Gläubiger, weil am Ende der Schlange - hoffe ich auf die Wahl zwischen Erstattung (in dem Wissen, dass das Geld futsch ist) und dem Fallenlassen der Forderungen gegen die FUB durch die Karten-Gläubiger durch Annahme einer Ersatzleistung.
    Klärt aber immer noch nicht, welche Aussenstände (außer MM) noch zu begleichen sind.
    Und es klärt nicht die Frage, ob der RMV in der neuen Lösung immer noch inkl. ist.
    ...jetzt mal ganz im ernst.....

    ​donnerstag insolvenzverkündung bzw. Eröffnung.....
    dann Wochenende....
    lass hr. Rittmeister doch erstmal alles anschauen...dann Termine mit den wichtigen leuten machen...

    beraten und aushandeln.....

    ​...das geht alles nicht so schnell.....daher am montag die frage zu stellen was mit den karten ist......utopisch wer denkt dass die lösung schon stehen würde.....

    ​wünsche und Empfehlungen sind ja jetzt schon mehr als genug gefallen.....
    ​letzendlich entscheiden dass die leute jetzt erstmal.....also (wie immer)...ruhig blut..."alles wird gut"....(ist das unser neues Motto????).....

    juergenmainz schrieb:

    Deswegen - keine Begleichung der Forderung der Karten-Gläubiger, weil am Ende der Schlange - hoffe ich auf die Wahl zwischen Erstattung (in dem Wissen, dass das Geld futsch ist) und dem Fallenlassen der Forderungen gegen die FUB durch die Karten-Gläubiger durch Annahme einer Ersatzleistung.


    Ist wohl leider nicht zulässig, daher keine Option.
    (Aber auch dieses ohne Gewähr, weiß das auch nur von jemanden, der jemanden kennt, der was weiß oder so... phatgrin
    Müßte aber stimmen.)

    Bis eine Lösung kommt dauert ein wenig, davon muß man ausgehen.
    Für die Betroffenen unbefriedigend, aber nicht zu ändern.
    Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Att...ichbinjaschonruhig...

    Pumpkinhead schrieb:

    Müßte aber stimmen


    stimmt auch. ich hab mich da letzte woche etwas reingelesen, es ist juristisch zwar wie folgt, logisch ist es aber eher facepalm:
    den karteninhabern den zutritt einfach zu gewähren wäre eine ungleichbehandlung der gläubiger, auch wenn es keinen cent extra kostet. denn dein leistungsanspruch würde voll befriedigt, während der arme friseur nur teilweise seine kohle kriegt. allen ernstes, das ist so. man könnte kotzen...

    Karl schrieb:

    Pumpkinhead schrieb:

    Müßte aber stimmen


    stimmt auch. ich hab mich da letzte woche etwas reingelesen, es ist juristisch zwar wie folgt, logisch ist es aber eher facepalm:
    den karteninhabern den zutritt einfach zu gewähren wäre eine ungleichbehandlung der gläubiger, auch wenn es keinen cent extra kostet. denn dein leistungsanspruch würde voll befriedigt, während der arme friseur nur teilweise seine kohle kriegt. allen ernstes, das ist so. man könnte kotzen...

    Dann müssen halt alle jetzigen DK-Besitzer das erste Viertel auf die Stehplätze. Dann ist nicht die volle Leistung erbracht... ;-)

    Deckard1984 schrieb:

    Ist ja auch eine Variante. Mit Stehplätzen kommt man günstig ins Stadion und die Ordner halten sich die Augen zu, wenn wir auf die anderen Plätze wechseln.

    Solange das "geordnet" vor sich gehen sollte, sollte das in Ordnung sein für die Ordner...

    Pumpkinhead schrieb:

    Die bisher verkauften Karten gelten nicht, da gibt es keinen Spielraum.
    Sie müssen neu gekauft und bezahlt werden.
    Die Frage nach der Gültigkeit der bisher verkauften Karten stellt sich daher nicht, die Sache ist klar und nicht zu ändern.

    Ist das tatsächlich so? Warum sollen unsere Dauer- und Einzelkarten ungültig sein? Ja, das Geld dafür ist in der Insolvenzmasse, das macht die Karten doch nicht ungültig.
    Es gibt zwischen uns und die Gläubiger große Unterschiede. Ein Gläubiger ist jemand (bzw. eine Firma) die eine Leistung erbracht hat, für die er/sie noch nicht, oder nicht vollständig, bezahlt worden ist. FUB schuldet einen Gläubiger Geld.
    Wir Dauer- und Einzelkartenbesitzer haben keine Leistung erbracht. FUB schuldet uns kein Geld sondern eine Leistung – also das komplette Gegenteil eines Gläubigers!
    Wir sind keine Gläubigern, jedenfalls noch nicht, bis die Leistung (erstes Heimspiel am 28. April) nicht erbracht wird.
    Leute, die jetzt Karten kaufen haben keinerlei Probleme, weil sie während der Insolvenzperiode gekauft wurden. Die Leistung, die die FUB uns schuldet, wird ebenfalls während der Insolvenzperiode fällig!
    Und noch was: Oberstes Gebot für den Insolvenzverwalter ist der Betrieb zu sanieren und weiter zu führen. Als nächstes, so viel Gläubiger so weit, wie möglich zufrieden zu stellen. Wenn er 700+ DK- und X Einzelkartenbesitzer den Eingang verweigert, dann verliert er m. M. n. 95% dieser Kunden. Gaaaanz wenig werden neue Karten kaufen. Und er verliert auch deren Einkäufe bei Merchandising, Catering, etc.
    Wenn er die Kartenbesitzer kostenlos (oder für ein symbolischer Euro) reinlässt, befriedigt er 700+X-Kunden und dabei generiert er auch noch Extraeinkommen durch Einkäufe. Das müsste auch die hartnäckigsten Gläubiger einsehen. Alles andere wäre Pflichtverletzung. Er würde quasi aus uns, Gläubiger machen - davon hat er schon jetzt genug! Er würde 700+X- weitere Gläubigern vermeiden, die sonst das unter den Gläubigern zu verteilendes Geld schmälern würde. Jede Gläubiger bekäme dann weniger raus! Es kostet ihn kein Cent, um uns kostenlos reinzulassen.

    juergenmainz schrieb:

    Wenn der Herr Rittmeister als IV gründlich arbeitet, weiß er, dass die Sitz- und Stehplätze nie ausverkauft sind. Nach der Geschichte werden auch keine neuen DK-Wünsche kommen, der (spontane) Tagesbesuch wird auch nicht die Zahlen aus 2016/2017 erreichen, weswegen es für das Insolvenzverfahren kein Problem sein sollte, die bis zum 12.4.2018 verkauften Plätze nicht erneut in den Verkauf zu geben.
    Alle Karteninhaber haben nun Forderungen, die im Insolvenzverfahren ganz hinten stehen. Für mich als juristischer Laie ist allerdings nicht klar, wieso im Insolvenzverfahren wir Karten-Gläuber nicht aus dem Insolvenzverfahren herausgelöst und durch Ersatzleistungen - hier: kostenfreier Eintritt zu dem Heimspielen - befriedigt werden. Damit wäre doch beiden Seiten geholfen. Die Karten-Gläubiger bekommen was sie wollen und die Forderung gegenüber FUB wird um diesen Teil vermindert.

    juergenmainz scheint auch so zu denken.

    Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „jdackel“ ()

    Karl hat doch schon erläutert, wie die Sachlage ist. Versuch es nicht mit Logik.
    Es geht um gesetzliche Regelungen, das muss nicht immer logisch sein...

    jdackel schrieb:

    Wenn er die Kartenbesitzer kostenlos (oder für ein symbolischer Euro) reinlässt, befriedigt er 700+X-Kunden und dabei generiert er auch noch Extraeinkommen durch Einkäufe. Das müsste auch die hartnäckigsten Gläubiger einsehen. Alles andere wäre Pflichtverletzung.


    Leider andersrum: Eine Pflichtverletzung läge vor, wenn er sich nicht an die gesetzlichen Rahmenbedingungen hält.
    Und die sind nun mal so, wie sie sind. Egal, wie logisch oder sinnvoll sie erscheinen mögen.

    Erster Grundsatz ist nun mal, daß alle Gläubiger - und da zählen die Kartenhalter durchaus dazu, da ja noch keine Leistung erbracht wurde - gleich behandelt werden.
    Und so pervers, wie es ist, im Prinzip stimmt es: Wenn die Karten gültig bleiben werden die Ansprüche dieser Gläubiger zu 100% erfüllt, die der anderen Gläubiger werden aber nicht zu 100% erfüllt.
    Damit würden die Kartenhalter besser behandelt als alle anderen Gläubiger, und das darf nicht sein.

    Darf man kacke finden, aber auf perverse Art macht es durchaus Sinn.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Pumpkinhead“ ()

    Wieder der klassische Fall von Recht haben und Recht bekommen...

    Karl schrieb:

    den karteninhabern den zutritt einfach zu gewähren wäre eine ungleichbehandlung der gläubiger, auch wenn es keinen cent extra kostet. denn dein leistungsanspruch würde voll befriedigt, während der arme friseur nur teilweise seine kohle kriegt. allen ernstes, das ist so. man könnte kotzen...

    Wenn man den Gedanken weiter denkt, bedeutet das im Umkehrschluss, dass dem größten Gläubiger auch das meiste zusteht und dem kleinsten (vermutlich uns DK Inhabern) das wenigste. Heisst, wenn Mämpel nichts von seiner Kohle zurück bekommt, dürfen wir gesetzlich auch nichts bekommen und wenn er 2% seiner Forderung bekommt, bekommen wir max. 1,99%!?!? (Die anderen Gläubiger dazwischen mal außen vor gelassen) Oder interpretire ich das jetzt über?
    Möglich ist dies allerdings nur, weil die Bundesregierung dem
    Unternehmen einen Übergangskredit in Höhe von 150 Millionen Euro gewährt
    hat. Ohne diesen wäre Air Berlin aufgrund der Regelungen im
    Insolvenzrecht verpflichtet gewesen, den Flugbetrieb unmittelbar einzustellen.


    Quelle: merkur.de/reise/air-berlin-mel…itergehen-zr-8596804.html

    Gnaa, Big_Al hat sich dazwischengemogelt.
    Der Beitrag bezieht sich auf den von thorroth.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Pumpkinhead“ ()

    Big_Al schrieb:

    Wenn man den Gedanken weiter denkt, bedeutet das im Umkehrschluss, dass dem größten Gläubiger auch das meiste zusteht und dem kleinsten (vermutlich uns DK Inhabern) das wenigste. Heisst, wenn Mämpel nichts von seiner Kohle zurück bekommt, dürfen wir gesetzlich auch nichts bekommen und wenn er 2% seiner Forderung bekommt, bekommen wir max. 1,99%!?!? (Die anderen Gläubiger dazwischen mal außen vor gelassen) Oder interpretire ich das jetzt über?

    Realistisch gesehen fallen die Kleinbeträge vermutlich ganz raus, lediglich die Käufer der teuren VIP-Tickets kriegen vielleicht was ersetzt.
    Kann aber nur spekulieren. Bin auch kein Insolvenzprofi, bin Elektromechaniker.

    Unabhängig davon ist diese ganze Diskussion rein akademischer Natur.
    Es wurde ja schon mehrfach darauf hingewiesen, daß an einer Lösung gearbeitet wird, die nicht zur Folge hat, daß die Käufer der Karten in die Röhre schauen.
    Aber Fakt ist: Die Karten müssen neu bezahlt werden. Irgendjemand muß dafür einspringen, und vermutlich wird das in unserem Fall nicht die Bundesregierung tun. phatgrin
    Die Regierung bestimmt nicht. Schade, dass die OB Wahlperiode gerade vorbei ist... phatgrin
    Mir gehts auch nur um die Theorie, also ums verstehen. Das Geld hab ich lange abgeschrieben und mache mir keinen Kopf mehr drum...

    Einen Teil wird ein Sponsor übernhemen, einen Teil werden wir zusätzlich zahlen müssen und ich denke auch man wird allen Fans mit den Eintrittspreisen etwas entegen kommen. Gibt ja auch weniger Leistung und drum herum...