FAZ News - "Frankfurt Universe hat offenbar schwere wirtschaftliche Sorgen." (25.10.2017)

    Es sind in der Tat alle Baustellen in Bearbeitung. Ich weise aber darauf hin, dass mir sowohl in den oben genannten Punkten, als auch - und das ist viel wichtiger - beim Lizenzerhalt und Insolvenzende keine definitiven Entwicklungen bekannt sind und ich das daher an diesem Punkt nicht alles als gemachte Sache ausgewiesen wissen möchte.

    In manchen Punkten teile ich zwar Walters Optimismus, doch sollten wir den ersten und den zweiten Schritt vor dem dritten und dem fünften gehen.
    ...na ja, das ist ein insolvenzplanverfahren,

    da wird normalerweise vereinfacht gesagt nach der wohl bereits erfolgten zustimmung des gerichts zur formellen korrektheit des insolvenzplans und nach der inhaltlichen abstimmung zwischen gericht und iv (wohl auch schon passiert) noch gemäß §232 Abs.1 InsO die zustimmung der gläubiger eingeholt.
    dazu wird der plan an die gläubiger weitergeleitet und vom gericht mit entsprechendem vorlauf ein abstimmungstermin festgesetzt, auf dem dann kopf- und summenmehrheit für die quote entscheiden können. erst wenn das erfolgreich durch ist, wird das verfahren beendet. die fub ist dann schuldenfrei und hat wieder die volle handlungsfähigkeit der gf..

    ich habe allerdings noch nicht mitbekommen, dass bisher den gläubigern was zuging oder zum abstimmungstermin geladen wurde...

    thorroth schrieb:

    Es hieß doch immer, dass der Abschluss der Insolvenz nichts mit der Lizenz und Planung der neuen Saison zu tun hat. Das war doch das Argument gegen eine neue GmbH, oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    Thorsten, Das Problem ist doch, das so lange die Insolvenz nicht abgeschlossen ist, die neuen GF keine Verträge abschließen können und der Verband muss ja für die Lizenz auch sehen, ob der Verein wirtschaftlich überhaupt bestehen kann.

    thorroth schrieb:

    Es hieß doch immer, dass der Abschluss der Insolvenz nichts mit der Lizenz und Planung der neuen Saison zu tun hat. Das war doch das Argument gegen eine neue GmbH, oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Formell ist das richtig, doch gibt es natürlich auch eine psychologische Wirkung und die der Geschichte, Stichwort Vertrauen. Also gänzlich trennen kann man es sicherlich nicht. Die Hauptargumente gegen eine neue Gmbh waren aber, dass wir mit der Fortführung der FUB 1.) bessere Chance für die Lizensierung sahen und sehen, 2.) uns der Verantwortung aus der Vergangenheit stellen und 3.) uns so die Unterstützung und Expertise von Herrn Rittmeister erhalten blieb und bleibt.

    Celemas schrieb:

    die verträge als auch der wirtschaftsplan können doch auch vom IV abgeschlossen werden ...

    Das ist leider nicht ganz so einfach, da es neben Schwarz und Weiss immer auch Grau gibt. Gerade im Juristischen gibt es viele Formulierungen die ganz bewusst weder Fisch noch Fleisch sind und bei denen man aufpassen muss, da sie einem gleichzeitg gut tun, aber auch auf die Füsse fallen können...

    Einen definitiven Termin für das Insolvenzende gibt es noch nicht, wie schon erwähnt wurde, wären ja einige der hier Schreibenden unter den Ersten die das mitbekämen. Soweit ich weiss war der Richter allerdings schon im Urlaub.

    SirFrancis schrieb:

    dem müssen jetzt alle Gläubiger erst zustimmen - oder?

    nein, nicht alle.
    es muss die kopf- und stimmenmehrheit zustimmen. also in gläubigeranzahl und schuldensumme jeweils die mehrheit. und selbst wenn das nicht so sein sollte, dann kann der richter das unter bestimmten umständen überstimmen. ist etwas kompliziert, aber sollte hinhauen...
    war auch schon ein termin für die abstimmung dabei oder gabs erst mal nur den plan zur stellungnahme?
    So, habe mir das Ding mal durchgelesen und ich muss gestehen, dass hier mein Verständnis, was Insolvenzrecht angeht, nicht wirklich weit geht. Soweit ich das verstanden habe, liegt die Insolvenzquote bei 0,53%, wenn die GmbH fortgesetzt wird und bei 0,02%, wenn sie liquidiert wird. Kommt in etwa auf das gleiche Ergebnis für mich. Insofern hoffe ich, dass da nicht zu viele auf Rache sinnen und den Laden dicht sehen wollen.

    Interessant fand ich die Gläubigeraufstellung und dass das in Zeiten von DSGVO so gemacht wird/werden muss. Immerhin kann man jetzt mal auf eine Tasse Kaffee bei Herrn Schenk vorbeifahren, da die Adresse drinsteht. Wenn man sich die Zusammenstellung so anschaut, dann fragt man sich, ob da überhaupt eine Rechnung bezahlt worden ist. Hotels, Verkehrsunternehmen, Werbepartner, Catering, Stadionsprecher, staatliche und öffentlich rechtliche Stellen... alle nicht bezahlt.

    Das will Herr Schwarzer nicht bemerkt haben? Sorry, wenn ich das lese, so hoffe ich, dass da strafrechtlich noch etwas folgt. Solche Leute (hier stand eigentlich ein anderes Wort, welches als Beleidigung strafrechtlich verfolgbar wäre), die bewusst im Wissen, dass sie es nie bezahlen können, einfach weiter Geld ausgeben, finde ich zum Kotzen. 2,671 Mio an Forderungen (unbestritten davon 1,963 Mio) bei so quer Beet jedem, dem man etwas zu bezahlen hätte, kann man doch einfach nicht nicht bemerken...

    Karl schrieb:

    SirFrancis schrieb:

    dem müssen jetzt alle Gläubiger erst zustimmen - oder?

    nein, nicht alle.
    es muss die kopf- und stimmenmehrheit zustimmen. also in gläubigeranzahl und schuldensumme jeweils die mehrheit. und selbst wenn das nicht so sein sollte, dann kann der richter das unter bestimmten umständen überstimmen. ist etwas kompliziert, aber sollte hinhauen...
    war auch schon ein termin für die abstimmung dabei oder gabs erst mal nur den plan zur stellungnahme?


    Danke